Merz auf Stimmenfang – Panik oder letzte Hoffnung?

Merz auf Stimmenfang – Panik oder letzte Hoffnung?

Moin, moin, liebe Leute! Hier spricht euer Horst Wibger, und ich hab’ heute mal wieder ’nen saftigen politischen Kracher für euch – direkt aus der Zentrale der Zahlenakrobaten. Unser Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, der scheinbar glaubt, man könne Wählerstimmen wie verlorene Bierdeckel aufsammeln, ruft nun: „Stimmt für uns – und lasst die FDP lieber im Keller!“

Ja, ihr habt richtig gehört: Merz mischt ordentlich mit, denn er findet, dass „Vier Prozent zu viel für die FDP und vier Prozent zu wenig für die Union“ sind. Als ob man beim Stimmenfang mit ’nem Lineal die Prozentzahlen ausmessen könnte – für ihn zählen schließlich nur die Ziffern, die er gern hätte. Mit einem breiten Grinsen verkündet er, dass Stimmen für die FDP am Ende verlorene Stimmen sind. Ob da nun jemand aus dem Kiosk ausruft: „Wahlzettel? Lieber Pfandbon!“ – so absurd, dass es schon fast wieder genial ist.

Aber, wie es sich gehört, gibt’s auch eine ordentliche Portion Konter vom FDP-Lager: Marco Buschmann, der FDP-Generalsekretär, lässt sich nicht lumpen und meint, sie machten Wahlkampf für Schwarz-Gelb – was wohl so viel heißt wie: „Wenn ihr Robert Habeck als Wirtschaftsminister nicht abboniert haben wollt, wählt eben uns!“ Die FDP zeigt damit, dass sie nicht nur mit leeren Versprechungen jonglieren, sondern auch ein bisschen bunten Krawall in den Wahlkampf bringen.

Die Union hat zudem klipp und klar erklärt: Eine Zweitstimmen-Kampagne für die FDP wird nicht unterstützt – schließlich entscheidet jetzt die Wahlrechtsreform, wie viele Abgeordnete am Ende auch wirklich ins Parlament kommen. Und bei rund vier Prozent Umfragewerten droht der FDP schon der Platz im Bundestag zu entgleiten wie ’n zu flüchtiger Bierdeckel im Wind.

Merz schimpft zudem über das interne Chaos bei der FDP, als bei der Abstimmung zum Zustrombegrenzungsgesetz so mancher Abgeordnete sich wie ’n Haufen planloser Fische im Trockenen verhielt. Und als ob das noch nicht genug wäre, will die FDP das Ganze mit der europäischen Asylreform verknüpfen und noch vor der Wahl zur Abstimmung bringen. Für Merz klingt das wie der letzte Anlauf, bevor die FDP endgültig im Sande verläuft – oder wie er so charmant sagt: „Wenn das passiert, richtet sich der Vorstoß in erster Linie an SPD und Grüne.“

Ob Merz’ Stimmenfang-Panik der letzte rettende Strohhalm der Union ist oder nur ein verzweifelter Versuch, verlorene Stimmen wieder einzusammeln – das bleibt spannend. Eines steht fest: In diesem politischen Zirkus zählt jeder Prozentpunkt, und wer weiß, vielleicht hat unser Merz ja doch noch das Glück, wenn er mit seiner Zahlenzauberei alle Wähler auf seine Seite ziehen kann.

Also, liebe Leute, bei der nächsten Wahl denkt dran: Vier Prozent sind vielleicht auch mal die letzte Hoffnung – oder eben nur der Anfang der Panik!

Euer Horst Wibger
Immer mit einem Augenzwinkern, ’nem Bier in der Hand und ’nem scharfen Blick auf die politischen Zahlenjongleure!


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1 Kommentar

  1. Also, mal ehrlich: Unser Friedrich Merz versucht jetzt wohl verzweifelt, den Stimmenverlust auszugleichen – als ob man fehlende Prozente einfach durch ein paar geschickte Formulierungen und Zahlenspiele kompensieren könnte. Anstatt Verantwortung für die jüngsten politischen Fehltritte zu übernehmen und seine Kandidatur als Bundeskanzler vielleicht doch mal in den Papierkorb zu befördern, spielt er jetzt den Stimmenfänger deluxe. Er verkündet munter, dass „Vier Prozent zu viel für die FDP und vier Prozent zu wenig für die Union“ seien – als ob er damit den herben Dämpfer der vergangenen Tage wegpusten könnte.

    Das Ganze kommt mir vor wie ein klassischer Versuch, einen bröckelnden Zaun mit bunten Farbeimern zu kaschieren – man überdeckt den Schaden, statt ihn zu beheben. Klar, wir wissen alle: In der Politik zählt nicht nur, wie schön man seine Zahlen jonglieren kann, sondern ob man auch mal den Mut hat, Konsequenzen zu ziehen. Aber Merz scheint lieber die verlorenen Stimmen einzusammeln, als sich den ernsten Fragen zu stellen, warum seine letzte Bilanz eher wie ein schlechter Witz klingt.

    Und so stehen wir da, mit dem Gefühl, dass unser Kanzlerkandidat lieber versucht, die Waage zu kippen – mit rhetorischen Tricks und Zahlenjonglage – anstatt den Spiegel vorzuhalten und vielleicht den Mut zu haben, auch einmal den Rückzug anzutreten, wenn die Politik mal nicht so läuft, wie man es sich versprochen hat.

    In diesem Sinne: Wer weiß, ob Merz’s Stimmenfang-Panik die letzte Rettung ist oder nur der verzweifelte Versuch, den politischen Schaden zu kaschieren, ohne die wahren Konsequenzen seiner Fehler zu tragen. Ein saftiger politischer Zirkus eben – und wir schauen zu, ob daraus am Ende noch mehr als nur verlorene Stimmen entstehen.

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